Pachacamac - auf den Spuren der Inkas

AM Donnerstag sind Jens, Izzi und ich nachmittags zum Malecón gefahren, einer Promenade entlang des Pazifiks. Wir sind einfach ein bisschen spazieren gegangen und haben den Blick auf das Meer genossen, aber man kann hier nicht nur entlanglaufen, sondern bei richtiger Wetterlage kann man von hier aus auch mit einem Paraglyder abspringen. Das hätte ich ja sooo gerne gemacht! Man kann einfach einen Tandemsprung machen und über den Ozean und entlang des Ufers fliegen. Das stelle ich mir wirklich hammermäßig vor. 

Jedenfalls seht ihr vielleicht rechts auf dem Bild, dass der Malecón oberhalb der Klippen verläuft und unten Straßen am Strand entlangführen und Surf-Stände Stunden anbieten, denn Lima ist bekannt für gute Wellen.

Anschließend sind wir noch in ein riesiges Kaufhaus gegangen, das direkt auf den Fels gebaut wurde. Die Felsen sind übrigens mit Netzen überzogen, weil schon öfters große Brocken abgebrochen und auf die Straße gefallen sind.

Am Freitagmorgen hat mich Jens zu einer Ausgrabungsstätte namens Pachacamac gefahren, die nur 30km südlich von Lima liegt. Sie erstreckt sich über eine riesengroße Fläche, aber bis heute sind nur 20% der Funde freigelegt, da die hohe Luftfeuchtigkeit und die Sonne sonst alles zerstören würde. In Pachacamac hat man Relikte von vier verschiedenen Kulturen aus dem 16./17. Jahrhundert gefunden, darunter die Kultur der Lima und der Inkas. Pachacamac bestand aus Tempeln, Pyramiden, Friedhöfen, Opferhallen und mehr. Der Name kommt von einem Gott mit eben demselben Namen Pachacamac, der wichtigste Gott, da er als der Schöpfer der Erde galt und viele Menschen hierher pilgerten um das Orakel bei wichtigen Entscheidungen zu befragen (auch wenn dieser Pachacamac eigentlich nur ein Stück Holz war, in das kunstvoll Menschen, Schlangen, Vögel, etc. reingeritzt wurden). Für die Inkas allerdings war die Sonne der wichtigste Gott, weshalb sie eine Pyramide, den Templo del Sol, auf einem Berg errichtet haben und ihn in den Farben der Sonne, rot und gelb, bemalten. Heute ist von den färben nicht mehr viel übrig geblieben und auch die Ruinen sind sehr schlecht erhalten, weil mit Lehm gebaut wurde und nicht mit Stein. Deshalb ist nicht so richtig viel zu erkennen und alles einheitlich braun. 

Leider war das Museum mit originalen Fundstücken geschlossen... das hätte mich noch sehr interessiert. Und es ist auf jeden Fall noch viel für Archäologen zu tun, denn viel wurde noch nicht oder nur schlecht, ausgegraben.

Danach sind wir noch am Meer entlanggefahren, waren am Strand und haben uns gegen die zahlreichen Angebote der Surflehrer gewehrt. Auch wenn es hier ja Winter ist, ziemlich kalt und sehr neblig und die Sonne nie durchkommt, war es trotzdem sehr schön und mein erstes Mal am Pazifischen Ozean!

P.S.: Ich hab jetzt auch eine SIM-Karte, yeah! Heute kann ich hoffentlich auf einem Inka-Markt einen Alpaka-Pulli ergattern, die sollen schön warm sein und sehen auch richtig cool aus. Und ein Besuch auf dem Flohmarkt von Izzis Schule steht auch an. Vielleicht lässt sich ja noch irgendetwas finden, das mich in Andahuaylas nachts warm hält.

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Kommentare: 4
  • #1

    Mama (Samstag, 26 August 2017 18:59)

    Genialer Tag
    Ich brauch dann ein Foto von dem Pulli.....!

  • #2

    Oma hille (Sonntag, 27 August 2017 00:16)

    Hallo liebe Emily, die Ausgrabungen hätten mich auch sehr interessiert. Über die Ureinwohner wirst du sicher mehr hören und sehen. Gut dass du so nett in die Geschichte des Landes eingefürt wirst.
    Hast du meine Mails bekommen? genieße weiter die Zeit, ich drück dich, Oma.

  • #3

    Oma Ruth (Sonntag, 27 August 2017 11:10)

    Das klingt ja alles sehr aufregend. Ich hoffe Du findest noch Zeit das Surfen auszuprobieren und den Pulli zu kaufen.
    Ich umarm Dich Omi

  • #4

    oma (Dienstag, 29 August 2017 21:22)

    Hallo liebe emily, von der anderen Seite der Welt ganz liebe grüße für dich. Ich umarme dich, drück dich, hab dich lieb, oma.