Ich werde niemals Lehrerin...

Die dritte Woche ist jetzt rum und ich bin  jetzt schon total erledigt. Das Arbeiten ist echt mega anstrengend und ich habe das Gefühl, dass ich die einzige bin, die den ganzen Tag wie bescheuert arbeitet und die anderen, die eigentlich dafür bezahlt werden, die meiste Zeit nur am Handy Chillen oder einfach gar nicht da sind. Diese Woche zum Beispiel war ich vier Vormittage hintereinander alleine mit den Kindern und teilweise musste ich sogar zusätzlich auch noch auf die Senioren aufpassen. AM Montag war noch alles ganz normal, Liz hat sich zwar über Halsschmerzen beklagt, aber sie war wenigstens da. Generell gab es an dem Tag eigentlich nicht viel spannendes glaube ich, außer dass mir am Abend total schlecht war nach dem Essen und mein einer Zeh richtig angeschwollen und dick war, was ziemlich schmerzhaft war. Am Dienstag fing das Chaos dann an, denn Liz erschein nicht zur Arbeit, was bedeutete, dass ich alleine mit den Kindern war. Nachdem sie es also tatsächlich zustande gebracht hatten ihre Hausaufgaben fertig zu machen, bin ich noch mit ihnen nach draußen gegangen um die Sonne zu genießen und, weil sie so unglaublich laut und anstrengend waren und ich sie so toben lassen konnte. Karate Unterricht habe ich auch nicht gegeben, weil das echt brutal anstrengend ist hier oben in dieser Höhe und ich auch nicht wirklich eingesehen habe, warum ich sie belohnen sollte, nachdem sie einfach nicht auf mich gehört haben und ich schon am verzweifeln war. Alleine ist es einfach unmöglich die zehn Kinder zu betreuen, da alle unterschiedlich alt sind, auf verschiedene Schulen und Klassen gehen und dementsprechend auch auf einem anderen Wissenstand sind und manche von ihnen Hausaufgaben haben und andere wiederum nicht. Um allen gerecht zu werden, müsste ich mich durch zehn teilen, weil ich denen, die Hausaufgaben haben, helfen muss und gleichzeitig aber ein Auge auf die anderen werfen muss, die natürlich beschäftigt werden wollen. Am Besten sollte ich sie natürlich noch in Englisch oder Mathe unterrichten, aber wie soll das gehen, wenn manche noch nicht mal richtig lesen können und andere schon 15 Jahre alt sind?! Und wenn man ihnen keine Aufgabe gibt, dann fällt ihnen natürlich nur Blödsinn ein... Ich war also echt froh als wir dann auf der Wiese angekommen waren, wo sich die Kiddies dann sofort auf ein Baby Schaf stürzten, das offenbar gerade erst geboren wurde, da es noch nicht einmal laufen konnte und ganz wacklig auf seinen kleinen Beinchen war. Eigentlich wollten wir ins Stadion, aber das war aufgrund irgendeiner Schulveranstaltung besetzt. 

Am nächsten tag ging es genauso weiter, ich war vormittags schon wieder alleine, weil Liz diesmal einen Jungen nach Hause bringen musste, da er krank war. Aber anstatt das einfach schnell zu erledigen, hat das einfach Stunden gedauert und Sie ist nicht mehr wiedergekommen. Da fällt mir gerade ein, dass sie am Montag auch schon nicht da war eine Zeit lang, weil sie zu einer Apotheke gegangen ist um etwas gegen ihre Halsschmerzen zu holen. Das hat - wie auch sonst - auch länger gedauert als erwartet. Jedenfalls bin ich am Mittwoch dann nochmal mit den Kindern raus an den Fluss wie am tag zuvor auch schon, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe und ich nicht wusste, wie ich sie anders unter Kontrolle bekomme. Sie tanzen mir einfach die ganze Zeit auf der Nase rum und es interessiert sie nicht die Bohne, was ich sage und ich kann sie tausendmal um Ruhe bitten, es passiert nichts. Selbst wenn ich wütend werde hat das keine Wirkung in deren Ohren. Teilweise macht es also wirklich keinen Spaß mit ihnen zu arbeiten, weil sie mich nur richtig verzweifelt und wütend machen. Da sich Señora Frida an dem Tag auch verabschiedet hat und meinte, ich solle doch nur ganz kurz auch auf die Senioren aufpassen, hatte ich die auch noch an der Backe und musste ständig irgendwelche Bilder zum Anmalen in ihr Malheft abzeichnen...

Der Donnerstagvormittag war ebenfalls nicht anders, da Liz meinte, sie müsse irgendeinen Teig machen und war somit, wieder mit Frida, nicht da um mich bei der Arbeit zu unterstützen und ich war wieder allein auf mich gestellt. Meine Nerven waren da aber echt schon am Ende und ich hatte wirklich keine Lust mehr, weil sie mir einfach nicht zuhörten und ich sie nicht geordnet und zur Ruhe bringen konnte. Nach einer ordentlichen Ansage meiner Gastmutter, vor der einfach alle, auch die anderen Mitarbeiter, Angst haben, ist dann doch mal etwas Ruhe eingekehrt und ich konnte etwas Englisch mit ihnen machen, auch wenn ich nicht glaube, dass viel hängen geblieben ist. Sie können sich einfach nichts merken, die Aussprache ist eine Katastrophe und ich muss jedes Mal von Vorne anfangen. Ich weiß echt nicht, was die die ganzen Jahre in der Schule machen, viel lernen tun sie auf jeden Fall nicht... Das Schulsystem in Peru ist wirklich eine Katastrophe und auch die Arbeitsmoral lässt zu wünschen übrig. Es klingt echt fies, aber die Menschen hier sind wirklich alle ziemlich dumm und ich weiß einfach nicht warum! Die "Lehrerinnen" können teilweise selber nicht richtig rechnen und schreiben und die Kinder haben wirklich mit den einfachsten Aufgaben Probleme und verstehen gar nichts! In Mathe als auch in Englisch. Für mich ist das echt schade gewesen zu erkennen, dass ich mit meiner Arbeit nicht wirklich viel anrichten kann. Denn auch wenn ich sie unterrichte, es bleibt halt überhaupt nichts hängen und ich alleine komme nicht gegen ein ganzes Schulsystem an... 

Am Nachmittag wurde dann einfach nicht arbeitet, sondern stattdessen Uauas gebacken, warum auch nicht. Hier findet man irgendwie immer eine Ausrede, warum man nicht arbeiten muss. Also gab es für die Kinder am Nachmittag einfach keine Betreuung und alle Mitarbeiter versammelten sich in eine Backstube mit gefühlten 50° Grad und kaum Licht, um diese Art ST.Martins Brote zu backen. Mir sagte man, die seien für die Kinder, am Ende sollte sich jedoch heraus stellen, dass all diese Brote unter den Mitarbeitern aufgeteilt wurden. Unvorstellbar, da wir wirklich seeehr viele gebacken haben und die wirklich riesig waren. Bis abends um halb sechs standen wir also da und haben Teig in Pferdeform gebracht und mit dämlichen Mustern verziert. Man sollte immer einen ganz dünnen und langen Teigfaden nehmen und damit so Schlaufen legen, aber ich war einfach zu dumm dazu. Ich hab es weder hinbekommen, dünne Fäden zu produzieren, noch habe ich sie einigermaßen ansehnlich auf den Pferden verteilen können. Es hat also nicht so richtig viel Spaß gemacht muss ich sagen, weil ich einfach auch mittags immer schon sooo fertig und müde bin und gar keine Kraft mehr für den Nachmittag habe. Da das Backen an sich schon so lange gedauert hat war ich dann erst nach halb sieben zu Hause, nachdem ich über zehn Stunden gearbeitet habe und man hätte mich wirklich bügeln könne. Es ist irgendwie echt nervig, wenn man sich den ganzen Tag abrackert und der Rest sein Leben chillt. 

Der Freitag verlief nicht anders und Liz lies mich erneut alleine zurück, nachdem wir Eis gemacht hatten. Die Kinder wünschten sich schon die ganze Woche, dass wir Eis machen, und am Freitag hatten dann alle mal die Zutaten mit dabei. Die Tage zuvor gab es immer irgendwen, der nichts mitgebracht hatte. Also wurden alle Zutaten in einer riesigen Wanne vermischt, ordentlich mit den Händen drin rumgematscht und später aufwendig in Plastikschläuche abgefüllt, die man von Wassereis kennt. Am Ende hatten wir so unglaublich viel Eis und trotzdem noch Reste, die sie glücklich wegschlürften. Danach verabschiedete sich Liz wie erwähnt und ging zu irgendeinem Meeting, keine Ahnung. Ich hatte jedenfalls überhaupt keine Lust und auch keine Energie mehr, mit den Kindern irgendwas zu machen, weshalb ich sie einfach hab machen lassen, was dazu führte, dass eine Glasflasche zu Bruch ging. Und anstatt auf mich zu hören und einfach im Zimmer zu warten, lief jedes Kind mindestens dreimal durch die Scherben und die Pfütze um alles ordentlich zu verteilen... Meine Laune sank also immer Weiter, ich war einfach wütend, dass sie nie auf mich hörten und mir Señora Frida auch nicht wirklich dabei half, als ich geputzt habe und die Kids wie bescheuert rumgerannt sind. Ich war einfach fertig mit der Welt, da ich mich eh schon nicht so fit fühlte. Mein Zeh tat mir immer noch weh, dazu war jetzt auch noch mein Daumen auf die gleiche Art angeschwollen und dick und ich war schlapp und so zittrig, kennt ihr das? Es war einfach genug. Wenigstens ist die Übelkeit vom Anfang der Woche nach einem Tag wieder verschwunden... 

Da der Freitag der Tag der Jugend und des Frühlingsanfangs war, gab es irgendwie ein besonderes Programm und der Unterricht am Nachmittag fiel mal wieder aus... Stattdessen fuhren wir nach Andahuaylas, auf dessen Platz ein Fest für die Kinder stattfand und wir Chicha und Kekse an alle Schaulustigen verteilten. Ich verstand nicht ganz den Sinn unseres Daseins und unserer Tätigkeit, aber am Ende hatten wir jeden der auch nur annähernd auf dem Platz stand einen Becher und Kekse in die Hand gedrückt. Als wir danach zur Bühne zurückkehrten, konnten wir einer Tanzgruppe bei ihrer Aufführung zusehen, die Folklore, den typisch peruanischen Tanz, in bunten Trachten performten. Nach fünf Uhr durfte man dann endlich nach Hause fahren, was ich mir nicht zweimal sagen lies. 

Der Ausflug nach Andahuaylas hatte aber in sofern was von Vorteil, dass ich ein Reisebüro und ein vegetarisches Restaurant entdeckt hatte und in einer Bank meine großen Scheine in kleinere wechseln, weil die Leute hier echt nur auf Kleingeld zählen. Scheine ab 50 Soles können generell einfach nicht gewechselt werden und man bekommt auch knallhart gesagt, dass man nicht damit bezahlen kann. Also war ich heilfroh, als ich meine hunderter Scheine los war und mir sicher sein konnte, wieder bezahlen zu können.

Am Freitag sollte auch eigentlich laut Edwins Anruf am Donnerstag noch eine weitere Freiwillige aus Deutschland ankommen, die Ankunft verschob sich jedoch auf Samstag, was auch nicht anders zu erwarten war, bei deren Planung... Ich fand die Mitteilung generell sehr kurzfristig, da weder meine Gastmutter noch ich von einer anderen Freiwilligen wusste. Ich fragte mich ernsthaft, wo sie schlafen solle, da es kein Bett mehr gab und ich muss gestehen, ich fand den Gedanken richtig blöd, dass noch jemand kommen würde. Man weiß ja nie wie man mit der Person dann auskommen wird, immerhin müssen wir uns ein Zimmer teilen. Es wurde also irgendwoher ein weiteres Bett angeschafft und das Zimmer umgestellt, sodass beide Betten Platz darin hatten. Aber abgesehen von der eher semi optimalen Wohnsituation, war ich gerade so zufrieden mit der generellen Situation, dass ich eigentlich nicht wollte, dass sich was ändert. Ich kam grade gut mit der Gastfamilie klar, hatte mir einiges erkämpft und auch für die Sprache ist es einfach besser, wenn man niemanden hat, mit dem man deutsch sprechen kann. Auch bin ich einfach gerne mal alleine. Sei es abends nach der Arbeit oder auf Ausflügen am Wochenende. Ich hab das ja nicht umsonst alleine machen wollen, man ist einfach unabhängiger. Aber da ich eh nichts an der Situation ändern konnte, wartete ich einfach ab und versuchte mich mit der Neuigkeit anzufreunden. 

Am Samstag wachte ich mit üblen Halsschmerzen auf und fühlte mich überhaupt nicht fit, obwohl ich eigentlich nach Sondor, einer Inka Ruine hier in der Nähe wollte. Ich hatte schon am Donnerstag und Freitag gemerkt, dass ich nicht ganz fit war und die Woche mich echt anstrengte. Ich fühlte mich einfach kraftlos und ohne Energie. Deshalb beschloss ich schweren Herzens an dem Wochenende nichts zu machen, meine Pläne zu verschieben und mich stattdessen auszuruhen. Schließlich sollte am Samstag ja auch eine weitere Freiwillige hier ankommen, weshalb es vielleicht auch ganz gut war, dass ich da war. Ich konnte also in Ruhe meine Wäsche waschen, mit Ate und meiner Mutter telefonieren, länger als gewöhnlich im Bett liegen bleiben und mein Zimmer etwas aufräumen. Am Mittag trafen dann Edwin, Carmen und Kathi hier ein, verabschiedeten sich aber direkt wieder um einen kleinen Ausflug zu machen. Mich fragten sie auch ob ich mitwolle, aber ich lehnte ab, weil ich mich einfach nicht so gut fühlte. Im Nachhinein war es echt schade und ich wäre gerne mitgegangen, weil die Bilder, die sie mir gezeigt haben, echt beeindruckend aussahen.Sie haben freilebende Alpakas und die scheuen Vicuñas gesehen und vor faszinierender Kulisse wunderschöne Landschaftsbilder geschossen. Ich verweilte stattdessen zu Hause und ging nur kurz raus, um auf dem Plaza de San Jeronimo nachzusehen, wo der Lärm, die Musik und die Stimmen herkamen. Ich hab zwar nicht verstanden was gefeiert wurde und warum sich alle Menschen dort versammelten, aber die Musik spielte noch bis weit nach Mitternacht und die Leute hatten sichtlich Spaß. Mein Standpunkt war nicht sonderlich glücklich gewählt, weshalb ich von den Tänzen und den anderen Programmpunkten nicht wirklich viel mitbekommen habe. Also bin ich wieder umgedreht und dann kamen auch schon die anderen drei bald von ihrem Ausflug wieder. Edwin und Kathi fuhren noch am selben Tag zurück nach Abancay, Carmen dagegen wird auch für drei Monate hierbleiben. Sie zog also auch zu mir ins Zimmer ein, es wurde ein weiteres Bett aufgebaut, die ganzen Maissäcke weggeräumt und der Tisch in die Mitte geschoben, sodass wir beide uns zwar ab jetzt ein Zimmer teilen, aber wenigstens ein wenig Platz für unsere Klamotten haben. Der erste Eindruck war ganz gut, sie schien mir auch eher etwas schüchtern zu sein. Ich hatte ja wirklich nicht gewollt, dass eine weitere Freiwillige hierher kommt, aber ich glaube wir verstehen uns ganz gut. Man merkt halt sofort, dass man weniger Spanisch spricht und das ist ja eigentlich nicht das, was ich wollte. Sie war auch schon mal drei Monate in Chile, weshalb ihr Spanisch echt nochmal besser ist als meines, was meine Gasteltern mir natürlich direkt mal sagen mussten… als würde ich es nicht selbst merken. 

Generell lassen sie mich sehr deutlich spüren, dass sie Carmen viel lieber mögen als mich. Ich wusste ja schon vorher, dass sie mich nur dulden und mehr nicht, aber jetzt vergleichen sie mich die ganze Zeit mit ihr und meinen die ganze Zeit, ich solle doch mehr wie sie sein. Sie isst zur großen Freude meiner Gastfamilie nämlich Fleisch, spricht ja sooo viel besser Spanisch und ist generell anscheinend einfach viel besser als ich. Sie wird förmlich ausgequetscht, es werden Fragen gestellt und es wird mit ihr geredet und Pläne geschmiedet. Mich dagegen verarscht man, gibt mir Befehle oder schimpft mit mir, sodass ich mich ein bisschen wie Aschenputtel fühle. Wie das schwarze Schaf, das einfach nicht akzeptiert wird. Ich sehe einfach, wie unterschiedlich sie uns behandeln und mit wie viel Freude sie Carmen hier aufgenommen haben. Und das tut echt weh.

Am Sonntag waren wir morgens alleine und nutzten die Zeit dafür, Telefonate zu führen. Mir tat es gut mit Jasmin zu reden und das Gespräch hat meine Laune echt um einiges gehoben. Da ich mich immer noch nicht ganz fit fühlte, beschlossen wir nur ein bisschen die Stadt anzuschauen, da Carmen sie ja noch gar nicht kannte. Also sind wir nach Andahuaylas gelaufen, haben den Plaza angeschaut und sind über den riesigen Markt geschlendert. Bei der Gelegenheit waren wir auch in einer Art Reisebüro der peruanischen Airline LCP, um uns nach Flügen nach Tacna oder Puno zu erkundigen. Aber das wäre total umständlich zu fliegen, da man erst nach Lima müsste und von dort aus erst weiter könnte und es außerdem sehr teuer wäre, one way kostet stolze 225€. Das ist es mir eindeutig nicht wert, da kann man ja hundert mal Bus fahren. Also waren wir nach unserem Mittagessen in einem vegetarischen Restaurant, das ich entdeckt hatte, auch noch am Busterminal und man konnte uns sagen, dass es zwar keine Fahrten direkt nach Puno oder Tacna gebe, wir aber für 7,50€ innerhalb von acht Stunden nach Cuzco kommen würden und von dort aus dann weiter nach Puno fahren könnten. Ich denke, dass wir es auch so machen werden und uns ein paar Tage frei nehmen werden, um diesen Trip zu verwirklichen. Da bin ich eigentlich ganz froh, dass ich nicht alleine bin, sondern wir das zusammen machen können. 

Der Sonntag wurde also auch wieder ganz entspannt verbracht und eher ruhig angegangen, trotzdem fühlte ich mich nicht ganz erholt. Da ich ja nun nicht mehr alleine entscheiden kann, wann ich ins Bett gehen will, wurde es auch immer sehr spät und ich merkte sofort, dass mir einige Stunden Schlaf fehlten. So wachte ich auch am Montag nicht gänzlich erholt auf, weil meine Gastmutter am Sonntagabend um 21:15 Uhr noch meinte, ich müsse mein Bett jetzt umbeziehen, obwohl ich die Bettwäsche doch am Samstag extra gewaschen hatte! Diese nahm sie mir allerdings weg und ich bekam irgendeine übel riechende Bettwäsche aus dem Maislager aufgezogen. Genau wegen solchen Aktionen zweifle ich wirklich am ihrem Verstand und kann es auch einfach nicht verstehen, warum sie sich immer mehr Arbeit als eigentlich nötig macht. Sie wollte mir den Grund auch irgendwie nicht verraten, denn trotz mehrmaligem Nachfragen, schwieg sie. Komisch, denn aus mir zwingt sie immer Antworten zu allem raus.

 

Vom Montag habe ich ja schon in dem anderen Post berichtet, aber der Dienstag war auch nicht viel besser, was das Verhalten meiner Gastmutter anging. Es macht mich echt fertig, weil ich die letzte Woche echt positives berichten konnte und dachte, es hätte sich alles gebessert, aber seitdem Carmen da ist, dreht sie wieder am Rad und meinte auch, sie würde uns ein separates Bad bauen und wir würden in die Maiskammer umziehen müssen. Ich hoffe nicht, da diese nicht einmal ein Fenster hat und auch nicht verputzt ist. Aber mal sehen, die meiste Zeit sagt sie so oder so was, was sie dann nicht einhält oder sie ändert dreimal ihre Meinung. Man sollte sich also nie auf ihre Worte verlassen, sondern lieber abwarten, was wirklich passiert. Das muss ich noch üben. Leider führen diese Stimmungsschwankungen aber auch dazu, dass man es ihr nie, wirklich niemals Recht machen kann, egal was ich tue. Am einen Tag sagt sie es so, am anderen so, zwei Stunden später nochmal irgendwie anders… Deshalb verlasse ich mich ab jetzt einfach auf gar nichts mehr, was man mir sagt, verspricht oder anweist, da es so oder so anders kommen wird. 

Verzeiht, wenn dieser Post ein bisschen durcheinander ist, aber ich habe ihn über einen längeren Zeitraum zusammengeschrieben, da ich echt selten dazu komme zu schreiben. 

Emily

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