Von Cuzco über Puno und Bolivien

Am Freitagabend ging es für uns also los nach Puno.  Armen und ich hatten alle Tickets schon vorher gebucht, sodass wir uns darüber keine Sorgen mehr machen mussten. Nur die Übernachtung von Sonntag auf Montag in Copacabana (Bolivien) fehlte uns, doch da wollten wir spontan entscheiden, in welchem Hostel wir übernachten würden. Von Andahuaylas aus nahmen wir also den ersten Bus um 8 Uhr abends über Nacht. Zwischen 4 und 5 Uhr am Morgen sollten wir dann in Cuzco ankommen. Die Fahrt war wirklich schrecklich. Es war kalt und unbequem, alles tat weh und wir konnten beide kaum schlafen. Wobei Carmen glaube ich noch mehr Schlaf abbekommen hat als ich, die wirklich kein Auge zubekommen hat. Jedenfalls war es alles andere als eine angenehme Fahrt und wir kamen pünktlich um 4 Uhr völlig übermüdet und gerädert in Cuzco an. Ich bedauerte diesmal zum allerersten Mal die Pünktlichkeit, da wir so vier Stunden auf den nächsten Bus nach Puno warten mussten. Und vier Stunden an einem Busbahnhof am frühen Morgen zu verbringen ist echt sehr viel Zeit. Außerdem war mir leider total schlecht, ich hätte Magenkrämpfe und fühlte mich überhaupt nicht gut. Die Stunden zogen sich außerdem sehr und wir wollten einfach nur schlafen. Also warteten wir 2 1/2 Stunden im Wartebereich mit Stöpseln in den Ohren und hofften, dass die Zeit und die Übelkeit vorbeigehen würde, da auch Carmen nichts essen konnte. Als schließlich endlich der Schalter von Cruz del Sur öffnete erfuhren wir auch, dass unser Bus von einer anderen Haltestelle abfahren würde. Also suchten wir diese auf und fanden sie zum Glück auch sehr schnell und unkompliziert. Dort warteten wir dann noch die letzten 1 1/2 Stunden in einem sichtlich gepflegteren und schöneren Terminal. Zu uns gesellten sich immer mehr Leute, jedoch offensichtlich nur Touristen, grösstenteils aus Europa würde ich sagen. Da merkte man schon, dass das die beste Firma unter den Bussen ist und die meisten Peruaner nicht mit dieser reisen. Leider verging meine Übelkeit nicht und auch Carmens Magen fühlte sich noch nicht besser an. 

Meine Hoffnung war, dass diese Fahrt besser werden würde als die erste, da sie kürzer war und wir eben mit einem besseren Unternehmen unterwegs waren. Doch leider plagte mich die Höhenkrankheit „soroche“ dermaßen, dass ich die ganzen 6 1/2 Stunden Grill vor mich hin litt. Aufgrund einer idiotischen Sitzplatzverteilung saßen wir auch nicht nebeneinander. Ich saß neben einem fremden Mann und Carmen hinter mir alleine. Für sie war die Fahrt wie sie mir berichtete sehr angenehm, sie konnte viel Schlaf nachholen und es ging ihr gut. Mir dagegen schmerzte mein Magen ungeheuerlich und ich konnte kein Auge zutun. Die letzten Stunden würde es immer schlimmer und als wir die Stadt Juliaca durchfuhren, hoffte ich inständig, es sei schon Puno. Doch zu meiner Verzweiflung sollte es noch dauern bis wir ankamen. Meine Übelkeit wurde immer schlimmer und ich dachte, wenn wir nicht gleich ankommen würden, würde es nicht mehr auszuhalten sein. Auf den letzten Metern als wir sogar schon in Puno waren ging es schließlich nicht mehr und ich musste mich übergeben. Leider hatte die Plastiktüte, die ich noch schnell aus meinem Rucksack gezogen hatte, ein Loch… Der Mann neben mir versorgte mich schnell mit einer neuen und ausreichend Feuchttüchern, sodass ich mich wenigstens sauber machen konnte. Mein ganzer Körper kribbelte wie verrückt und ich ärgerte mich, dass ausgerechnet ich noch auf den letzten Metern so eine sauerei veranstalten musste. Auch nachdem wir den Bus verlassen hatten, ging es mir immer noch nicht besser. Auf dem Klo entlud sich dann der Rest und mein Magen war etwas ruhiger. Wir kauften direkt für den nächsten Tag die Busfahrt nach Copacabana plus Rückkehr, damit wir auch diese schon sicher hatten. So mussten wir uns um nichts mehr kümmern und ließen uns zu unserem Hostel fahren. Dies war glücklicherweise ein absoluter Erfolg und ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Das WLAN funktioniert dort so schnell wie nirgends hier in Peru, die Zimmer sind sauber, die Bäder ebenfalls, es gibt warme Duschen und Tee 24/7. Außerdem haben wir für ein Bett in einem reinen Mädchenzimmer für vier Personen inklusive Frühstück nur 8,50€ pro Person gezahlt! Wie genial ist das denn bitte! Die Betten sind warm und wir haben uns richtig zu Hause gefühlt. In der ersten Nacht haben wir uns das Zimmer sogar nur mit einer anderen geteilt. Am Abend bin ich zu Hause geblieben, weil ich ständig aufs Klo rennen musste und sich mein Magen wirklich nicht gut anfühlte. Carmen zog nochmal los und sah sich den Plaza de Armas von Puno im Dunklen an und suchte sich was zu essen. Wir. Eide duschten nach Ewigkeiten mal wieder warm und genossen funktionierendes Internet.

Am nächsten Morgen mussten wir zeitig aufstehen, da der Bus nach Copacabana schon um 7 Uhr abfuhr. Also reichte die Zeit gerade so für ein schnelles Frühstück, was meinem Magen nicht gerade gut tat. Die Fahrt nach Bolivien verlief aber vergleichbar ruhig und die 3 1/2 Stunden waren gut zu überstehen. Die Einreise verlief ohne weitere Schwierigkeiten und so kamen wir mittags in Copacabana an, wo wir direkt eine Tour auf die Isla del Sol buchten. Nachdem uns dann zum Glück die Zeitverschiebung aufgefallen war, hatten wir nur noch kurz Zeit uns ein Hostel auszusuchen, ein Teil unseres Gepäcks dazulassen, uns eine völlig überteuerte Pizza zum Mitnehmen zu kaufen und dann zum Bootsanleger zu gehen. Beim Hostel fiel unsere Wahl auf das „Hostal Estrella del Lago“, das von außen ganz einladend aussah und zudem nur umgerechnet 3€ pro Person kostete. Wir hatten nämlich beide nicht so viel Geld gewechselt, sodass wir sehr genau darauf achten mussten, wieviel wir für was ausgaben. Für mehr reichte unser Geld nicht und so entschieden wir uns dafür. Am Pier gab es dann ein wenig durcheinander mit unseren Tickets, aber schlussendlich durften wir die Nussschale dann doch betreten und schipperten mit einer halben Stunde Verspätung los. Nach 1 1/2 Stunden kamen wir dann auf der Isla del Sol an und hatten leider nur eine Dreiviertelstunde Zeit, ein wenig herumzulaufen. Das war echt schade, dass uns nicht mehr Zeit blieb, aber wir mussten an dem Tag wieder zurück an Land. Also liefen wir nur einige Treppenstufen den Hang nach oben und genossen den Blick und die Tatsache, dass wir auf der berühmten Isla del Sol im Titicacasee waren. Die Rückfahrt wurde leider pünktlich angetreten und der Wellengang war ordentlich! Meinem Magen tat das Geschaukle gar nicht gut und ich war gottfroh als wir noch einen 15-minütigen Stopp bei Ruinen einlegten. Mein Bauch konnte sich etwas beruhigen und ich überstand die Fahrt glücklicherweise unbeschadet. Aus welchem Grund auch immer fuhr das Boot diesmal nur im Schneckentempo und wir brauchten gefühlt ewig. Zurück in Copacabana wollten wir die Zeit, die wir hier hatten, wenigstens so gut es ging ausnutzen und liefen so noch etwas am See lang. Als es dunkel und damit auch kalt wurde, setzten wir uns noch zum Stand „Carmencita“, wo Carmen so h noch ein Abendessen bestellte. Ich bekam leider immer noch nichts runter. 

Im Hostel legten wir uns dann trotz früher Stunde direkt ins Bett, da wir beide total geschafft waren. Wir unterhielten uns zwar noch, doch da leider auch das WLAN nicht bis zu unserem Zimmer im obersten Stock reichte, konnten wir das leider nicht mehr nutzen und es hielt uns nichts mehr vom Schlafen ab. In der Nacht regnete es wie aus Eimern und da unsere Zimmertür nicht dicht war, war der ganze Boden am nächsten Morgen praktisch geflutet und eine riesige Pfütze. Aber was sollten wir auch für 3€ erwarten… Die Betten waren aber warm, das Klo sauber und somit reichte es für die Nacht völlig aus und wir hätten nichts besseres gebraucht. Das Geniale war, dass wir ausschlafen konnten, da der Bus zurück nach Puno erst um ein Uhr mittags abfuhr. Mir ging es an dem Tag zum ersten Mal wieder besser und ich freute mich auf ein Frühstück. Leider bleiben uns zusammen aber nur umgerechnet 2,50€ für dieses, weshalb wir etwas suchen mussten bis wir was fanden. Das Wetter war im Gegensatz zum Vortrag herrlich und die Sonne schien, auch wenn es sehr kalt war. Tatsächlich reichen unsere 20 Bs dann genau für zwei mickrige Brötchen mit etwas Gemüse. Nicht sehr sättigend, aber wir fanden heraus, dass wir auch mit Soles bezahlen konnten und so entschieden wir uns dazu, uns dann vor der Rückfahrt nochmal ein ordentliches Mittagessen zu gönnen. Den Vormittag liegen wir durch die Straßen Copacabanas und ersteigerten jeder einen Alpaka Pulli in den Mustern, wie wir sie schon lange haben wollten. Die nette Frau machte uns zudem noch ein unschlagbares Angebot und so waren wir den ganzen Tag noch beflügelt von unserem Kauf. Außerdem schauten wir uns die Kathedrale an und schlenderten durch die Straßen und Märkte. 

Mittags waren wir dann in einem hippen Restaurant essen, das sogar von Carmens Reiseführer vorgeschlagen wurde und ein veganes Menü anbot! Da musste ich rein! Zudem war der Preis unglaublich gut und das Menü mit Fleisch war sogar noch günstiger. Also gab’s für mich eine Quinoa-Gemüse-Suppe und einen Quinoa-Burger mit Pommes. Nichts für meinen empfindlichen Magen, aber lecker! Das ist der Vorteil an diesen touristischen Orten: es gibt überall vegetarisches Essen und jedes Restaurant wirbt damit. Nicht wie in Andahuaylas, wo das ein Fremdwort ist. Dafür zahlt man aber auch sehr viel mehr und selbst ich muss sagen, ich finde es sehr schade, keine „Pollerias“ zu sehen, sondern nur Restaurants mit Pizza, Pasta und Co. Deswegen bin ich doch nicht in Peru! Das war schon sehr schade an Puno und Copacabana, da beides sehr auf Touristen ausgelegt ist. Auch wird man ständig auf Englisch angesprochen und wenn man aus Routine auf Spanisch antwortet, ist jeder verwirrt. Keiner der dort arbeitenden Menschen rechnet mit Touristen, die ihre Sprache beherrschen. Da lobe ich mir doch Andahuaylas, wo wir wirklich Peru kennenlernen. Dieses touristische hat uns beiden gar nicht gefallen. 

Wie immer dauerte auch bei diesem Mittagessen wieder alles ein bisschen länger, sodass wir am Ende ziemlich in Stress gerieten, weil wir zum Bus mussten. Angekommen an dem Büro unserer (eigentlich doch vertrauenswürdigen) Busfirma, stellten wir fest, dass dieses geschlossen war… Auch von einem Bus war weit und breit nichts zu sehen. Also fragten wir eine Frau einer anderen Firma und diese meinte nur, heute würde kein Bus dieses Unternehmens fahren. Als ich ihr klarmachte, dass wir unbedingt heute noch nach Puno zurück mussten, rief sie irgendwen an und schickte uns zu einem etwas wackelig aussehenden Bus, der uns stattdessen mitnehmen sollte. Dieser Umstand machte mich total nervös und ich hatte große Angst, da ich mich vor genau solchen Situationen gefürchtet hatte. Zu spät am Bus angekommen, dieser war trotz Vorausbuchung nicht da und wir mussten auf irgendeine andere Firma ausweichen, die uns aber zum Glück ohne Widerwillen mitnahm. Zudem kam die Sorge mit der Grenzüberschreitung und dem Visum… Zum Glück war die Grenze nur 10 Minuten entfernt und ich wurde schnell erlöst. 

Schon auf bolivianischer Seite geriet ich an einen sehr unfreundlichen und miesepetrigen Beamten, der mich blöd anmaulte. Aber abgesehen davon klappte alles gut. Auf peruanischer Seite wurde es dann brenzlig. Der Beamte war wohl auch schlecht gelaunt und gab mir nur weitere 60 Tage Aufenthaltsgenehmigung. Daraufhin fragte ich, ob ich nicht 90 bekommen könnte und er fragte mich, warum ich so lange bleiben wolle. Ich stammelte etwas davon, dass ich einen Freund in Lima habe, den ich besuchen wolle und er meinte so: „Einen Verlobten?“ Ich so: „Nein nein, …“, da gab er mir schon einen neuen Zettel zum Ausfüllen und bewilligte mir danach 90 Tage. Was für eine Erleichterung, ich war so froh! Carmen hatte direkt die 90 Tage bei einem anderen Grenzbeamten bekommen. Ich glaube die machen das nach Gefühl und Wellenschlag, wieviele Tage sie dir reinschreiben. Denn Carmen hat am Flughafen sogar nur 30 bekommen und hatte richtig Glück, dass wir dieses Wochenende schon nach Bolivien ausgereist sind, da der Monat bei ihr genau zu diesem Zeitpunkt zu Ende war. Also ich weiß nicht wonach sie das entscheiden, ich war nur heilfroh und unglaublich erleichtert, dass es geklappt hatte und ich diese Sorge los war. Jetzt muss ich das nie wieder machen und kann unbesorgt sein. Endlich habe ich es hinter mir, wovor ich so lange Befürchtungen hatte. Meine Sorgen waren aber wie ich feststellen musste ja nicht ganz unbegründet. Jetzt ist es aber geschafft und ich super erleichtert. 

In Puno angekommen regnete es wie verrückt und de Straßen hatten sich in Flüsse verwandelt. Also luden wir erstmal wieder unser Gepäck ab und machten uns dann, als es aufgehört hatte zu schütten, noch auf den Weg zum Plaza de Armas, der nicht weit entfernt war. So konnte Carmen ihn noch mal im Hellen betrachten und auch ich bekam die Chance dazu. Danach liefen wir noch durch die vielen Souvenirläden und Fußgängerzonen, bis wir uns schließlich wieder auf die Suche nach Essen machten. Mein Hungergefühl war nämlich wieder zurück und mein Magen hatte sich beruhigt. Die Restaurants in Puno sind wirklich unverschämt teuer im Vergleich zu dem, was wir gewöhnt waren, und so suchten wir etwas nach einer günstigeren Alternative. Irgendwann fanden wir dann ein Restaurant, das echt nett aussah und für fast die Hälfte des Geldes statt nur einem Hauptgericht ein Drei-Gänge-Menü inklusive Getränk anbot. Leider waren die Portionen ernüchternd winzig und wir wurden nicht richtig satt. Also dafür war das Geld auf jeden Fall auch noch zu viel. Leider regnete es auch wieder wie aus Eimern als wir uns auf den Heimweg machten und wir kamen klatschnass im Hostel an, wo wir uns nochmal einen Tee und Bananen gönnten. Danach tat die warme Dusche wieder unglaublich gut (es gibt nichts Schöneres!), das Internet wurde wieder ausgenutzt und früh geschlafen. Als wir schon im Bett lagen, kamen noch zwei andere Mädels und wir waren doch nicht alleine die Nacht, was man aber kaum gemerkt hat und uns somit überhaupt nicht störte. 

Am Morgen standen wir wieder zeitig auf, um in Ruhe frühstücken zu können, da wir es diesmal ausnutzen wollten und der Bus erst um 8 Uhr abfuhr. Die Rückfahrt von Cuzco nach Puno war zum Glück um einiges angenehmer. Mir war nicht mehr übel und wir waren nicht mehr ganz so müde. Also verbrachte ich die Fahrt mit einem Film (Anjuli, wir haben „Begabt“ gesehen, wo wir noch im Kino waren!), einem Podcast, dem Schreiben vom Blogartikel und so weiter. Auch konnte ich die unglaublich schöne und atemberaubende Landschaft genießen, durch die wir fuhren. Der Großteil der Strecke führte durch eine Hochebene und an teils schneebedeckten Bergen vorbei. Dazwischen grasten Lamas und Alpakas, aber wir konnten auch Flamingos erhaschen. Ich konnte die Fahrt also wirklich nutzen und genießen.

Um 3 Uhr kamen wir dann völlig ausgehungert in Cuzco an und suchten erstmal nach einem Restaurant mit erschwinglichem Mittagsmenü. Nach kurzer Suche wurden wir auch fündig und ließen es uns am Salat-Buffet richtig gut gehen, das es zum üblichen Rest dazugab. Danach beschlossen wir, da es regnete und uns noch einige Stunden blieben, ins ChocoMuseum zu gehen. Der erste Taxifahrer zockte uns leider voll ab und setzte und an der falschen Adresse aus und so mussten wir noch eines nehmen. Diesmal hatten wir aber einen sehr freundlichen Taxifahrer. Der Verkehr in Cuzco ist fast so verrückt wie in Lima und wir waren es gar nicht mehr gewohnt aus Andahuaylas. Ich muss aber zugeben, dass ich den Reiz, der von dieser Stadt ausgeht, absolut nachvollziehen kann, denn sie ist wunderschön anzusehen und sauber, mit richtigen Häusern. Da aber wirklich alles auf Touris ausgelegt ist, ist es auch dementsprechend teuer und voll und Taxifahrer sprechen dich gar nicht erst auf Spanisch an. Leider haben es auch bereits KFC, McDonald’s und Starbucks nach Peru geschafft und die landestypischen Pollerias und Meerschweinchen Restaurants vertrieben, doch die Architektur und das Straßenbild sind wunderschön. 

Im Schokoladenmuseum machten wir eine kurze Führung mit, probierten allerlei Sorten der leckersten Schokolade, die ich jemals gegessen habe (die aber leider auch seinen Preis hat) und lernten, dass sie ihren Ursprung bei den Mayas hatte. Es gab sogar eine Sorte mit Coca! 

Danach blieb uns immer noch Zeit und so schlenderten wir durch die unzähligen Souvenirläden und landeten schließlich als es schon dunkel war am Plaza de Armas. Dieser hatte um die Uhrzeit einen wunderbaren Charme und war sehr schön anzusehen. Ich bin schon gespannt darauf ihn am Tage zu erkunden. 

Um 8 Uhr traten wir dann den letzten Teil unserer Reise an und fuhren los in Richtung Andahuaylas, auch wenn wir beide überhaupt keine Lust auf die achtstündige Fahrt über Nacht hatten und einfach nur da sein wollten und schlafen. Zudem hatten wir auch noch die Sitze abbekommen mit der wenigsten Beinfreiheit. Dabei waren wir bestimmt mit Abstand die Größten im ganzen Bus. Glücklicherweise war aber auch diese Fahrt gar nicht so schlimm wie erwartet, sondern erstaunlich angenehm. Wir unterhielten uns lange und als wir einschliefen, konnten wir ziemlich gut schlafen und wurden erst geweckt, als kurz vor San Jeronimo die Polizei eine Kontrolle durchführte und den Pass jedes Passagiers kontrollierte. 

Kurz darauf trafen wir an unserer Endstation ein und fanden nach dem dritten Versuch auch ein günstiges Mototaxi, das um diese unchristliche Zeit kein Vermögen von uns verlangte. Auch dieser Fahrer war wieder äußerst freundlich. 

Zuhause angekommen war ich ehrlich gesagt gar nicht so müde, wir schliefen aber trotzdem beide nochmal ein paar Stunden und standen ganz langsam und ruhig auf. 

Als Fazit kann ich also nur sagen, dass mir der Trip trotz der Anstrengung und der Übelkeit echt gut gefallen hat und es gut tat, mal so lange von Juana weg zu sein. Leider hatten wir echt Pech mit dem Wetter und sind immer ins schlechteste Wetter reingefahren und haben Copacabana bei schönstem Sonnenschein und Wärme verlassen, aber es hat sich auf jeden Fall alles gelohnt und wir dürfen nun bis Januar hierbleiben. Außerdem haben wir in kürzester Zeit zwei bekannte Städte Perus bereist, waren in Bolivien, sind durch atemberaubende Landschaften gefahren und haben den Titicacasee sowie die Isla del Sol gesehen. Was für ein Erlebnis! Erfolgreich trotz aller Ängste, aber ich bin froh, diese Sorge losgeworden zu sein. Auch bin ich etwas traurig, dass es jetzt schon vorbei ist, da wir jetzt nicht mehr so schnell Urlaub haben werden. 

Soviel also zu meinem verlängerten Wochenende,

Emily 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Ate (Donnerstag, 19 Oktober 2017 10:04)

    Hey Emily, das war ja ein sehr schöner Kurzurlaub von dem schrecklichen Alltag bei Juana. Es freut mich, dass ihr soviel schönes erleben konntet. ich hoffe, dass könnt ihr noch sehr oft. Hoffentlich kannst Du noch lange von den warmen Duschen zehren. Viele Grüße Ate